Aktuelles/Stipendien

Preise und Stipendien siehe auch unter: Literaturport.de

Hier geht´s zu Autorenwelt.de von Sandra Uschtrin
Lyrikwettbewerb Kringel á la Ringel17.09.2021

Zum 138. Geburtstag von Joachim Ringelnatz im Rahmen des diesjährigen RingelnatzSommers gab es bereits einen Blick hinter die Kulissen eines außergewöhnlichen Projektes: Der Literaturwissenschaftler Dr. Michael Ostheimer ediert Gedichte aus den „Reisebriefen eines Artisten" für die Ausstellung am Ringelnatz-Geburtshaus, die alle Auftrittsorte des Dichters zeigen wird – interaktiv und ergänzt durch die besten Einsendungen deres Lyrikwettbewerbs „Kringel à la Ringel", der Nachwuchsdichter/-innen aus diesen Orten zu Wort kommen lässt.

Einsendeschluss: 12. November 2021

Hier zur Ausschreibung

Mit den Füßen im Schlamm, mit dem Kopf in den Sternen"02.09.2021

Digitale Lesungen des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in Ver.di – Landesverband Sachsen

Trotz beachtlichen Impffortschritts sehen wir die Fallzahlen wieder steigen. Noch immer wütet sie weiterhin, die Pandemie. Noch immer tötet sie, zwingt sie Erkrankte auf Intensivstationen, bürdet sie uns zahlreiche Entbehrungen auf. Was uns Schreibende anbetrifft, führt sie zu chaotischen Unwägbarkeiten im Kulturbetrieb sowie zu Einnahme- und Veranstaltungsausfällen. Und wie es aussieht, werden wir weiterhin mit ihr leben müssen. Nach all den negativen Nachrichten der letzten Monate möchten wir Euch, liebe Schriftstellerinnen und Schriftsteller des VS Sachsen, daher bitten, für das folgende von uns erdachte digitale Projekt, literarisch nach vorn zu blicken und einen, wenn es auch schwer fällt, positiven Blick in die Zukunft zu werfen. Unter dem Motto des Else Lasker-Schüler entlehnten Zitats: „Der Mensch, das sonderbare Wesen: Mit den Füßen im Schlamm, mit dem Kopf in den Sternen" suchen wir Texte mit Lichtblicken: Geschichten, Gedichte, Essays, Auszüge aus bereits veröffentlichten Werken etc., Texte, die Mut machen – Literatur, die unter der Prämisse steht: Jetzt erst recht! Wir lassen uns nicht unterkriegen!

Die Texte sollen im Dezember 2021 digital – entweder als Videolesung oder als Blogbeitrag – veröffentlicht werden. Zu diesem Zweck richten wir einen YouTube-Kanal ein, auf dem die Videos mit einer Länge von ca. 10 min dauerhaft zu sehen sein werden. Wer sich der eigenständigen Herstellung eines Videos technisch nicht gewachsen fühlt, kann uns alternativ bisher unveröffentlichte, auf das Thema bezogene Texte aller Art zusenden, die dann als Blogbeitrag veröffentlicht werden.

Für ein Video zahlen wir ein Honorar von 250 Euro. Für einen Textbeitrag, der auf dem Blog veröffentlicht wird, 50 Euro. Die Auswahl trifft der Vorstand des VS.

Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 17. Oktober 2021 als pdf-Datei an indensternen2021@gmail.com gesendet werden.

Eure Bewerbung sollte enthalten:
- Kurzvita
- für den Blog kann ein Text (unveröffentlicht, bis 5.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) eingesandt werden
- für das Video benötigen wir ein Konzept für eine ca. 10-minütige Online-Lesung mit Textprobe. Außerdem eine Erklärung, dass die Rechte, bei Auszügen aus bereits veröffentlichten Werken, bei der Autorin/dem Autoren liegen; bzw. eine Erklärung des Verlages, dass die Rechte für diese Nutzung eingeräumt werden.

Hinweis: Für die eigenständig zu erstellenden Videos sind z.B. ein Laptop mit Kamera und Mikrofon sowie – zum späteren Hochladen der Datei – ein Internetzugang Voraussetzung. Aufnahme und Schnitt durch den VS kann nicht erfolgen. Die Texte für die Blogbeiträge sollten bereits vorlektoriert sein. Ein späteres Lektorat kann nicht erfolgen.

Für Einsendungen gilt: Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Mitglieder des VS in Verdi. Bitte teilt uns außerdem mit, ob ihr Mehrwertsteuerpflichtig seid.

Wir freuen uns auf Eure Ideen!

Der Vorstand
Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in Ver.di
Landesverband Sachsen

Zum Tod von Horst Drescher06.10.2019

Lange war Horst Drescher schon leidend. Am 22. September ist er im Alter von 90 Jahren im Seniorenheim am Sonnenpark in Probstheida gestorben. Die letzte große Ehrung, die ihm widerfuhr, liegt weit zurück. 1996 wählte ihn die Sächsische Akademie der Künste in ihre Reihen und ernannte ihn zum Sekretär der Klasse Literatur und Sprachpflege. Kurz zuvor erschien im Reclam Verlag mit " Der Regenbogenpapiermacher" sein letztes Buch, eine Auswahl faszinierender Miniaturen, geprägt von funkelnden Formulierungen. Es blieb die einzige Publikation des Schriftstellers aus Nachwendezeiten, das Zeugnis eines Überlebenskünstlers, der sich schon ewig im " Zugrundegehen" übte.
Horst Drescher war Gründungsmitglied unseres Fördervereins Kulturwerk deutscher Schriftsteller in Sachsen e.V. Im Januar hatte ich ihn zum 90. Geburtstag im Seniorenheim besucht. Ich hatte Blumen mitgebracht. Horst sagte: „Die Blumen kann ich mir nur ansehen. Lieber hätte ich eine Flasche Wein." Nachdem ich die Krankenschwester um Erlaubnis gebeten hatte, kaufte ich ihm eine Flasche Rotwein und brachte sie ihm auf sein Zimmer. Wir stießen an und unterhielten uns über frühere Kollegen: Erich Loest, Werner Heiduczek und seinen Lektor Hubert Witt.

Steffen Birnbaum

Zum Tod von Werner Heiduczek24.08.2019

Werner Heiduczek, 2016. Foto: Gaby Waldek

„Alles ästhetische Bemühen ist für den Wind, wo die Substanz fehlt. Denn wo nichts gesagt wird, fehlt letztendlich auch die Sprache." Diese Aussage von Werner Heiduczek prägte sein ganzes Schaffen. Sein gesamtes Werk hat Substanz. Er schrieb Literatur, die bleiben, die man in 80 oder 150 Jahren noch lesen wird.

Der Verleger Michael Faber sagte im Interview im Deutschlandfunk: „Ich glaube, dass er sich sehr zeitig von einer literarischen Form distanzieren wollte, einer Selbstverliebtheit in formale, ästhetische Spiele, und dass ihn, den ja auch das Leben sehr gebeutelt hatte, nach der existenziellen Frage des Menschen, nach dem, was uns auszeichnet und was uns aber auch an Hässlichkeiten im Leben widerfährt, dass er sich darin spiegeln wollte und dass sein ganzes literarisches Schaffen auch unentwegt eine Retrospektive, Verinnerlichung unserer Sünden und Verfehlungen war."

Mit seinem ersten Roman ‚Abschied von den Engeln', 1968, fand er eine große Leserschaft. Im Kurzroman ‚Mark Aurel oder ein Semester Zärtlichkeit', 1971, charakterisiert er einen Studenten, der es wagt, ein bisschen weniger brav zu sein, der beginnt, gegen das bestehende System der DDR zu revoltieren. Zu seinem Märchen ‚Das verschenkte Weinen', 1977, kann man am besten den Schriftsteller selbst zitieren: „Ich wünsche mir, dass die Menschen erkennen, dass das Weinen im Leben ebenso wichtig ist, wie das Lachen. Denn ohne Trauer erkennen wir nicht, was Glück bedeutet." Der große Durchbruch gelingt ihm mit dem Roman ‚Tod am Meer', 1977. Obwohl nur eine 1. Auflage in der DDR erscheinen kann, kennt jeder diesen Roman. Das Buch muss von Hand zu Hand weitergereicht worden sein, denn es hatte wesentlich mehr Leser, als Exemplare gedruckt worden sind.

Der Schriftsteller Clemens Meyer sagte über Werner Heiduczek: „Als Schriftsteller ist er mir schon als Kind begegnet, denn wir wuchsen auf mit den Kinderbüchern wie ‚Jana und der kleine Stern oder der Geschichte vom ‚verschenkten Weinen'. Später entdeckte ich dann den großartigen Roman ‚Tod am Meer' und von da an war mir klar: Hier haben wir einen ganz großen, relevanten Gegenwartsschriftsteller." 2005 zieht Werner Heiduczek in seiner Autobiografie ‚Die Schatten meiner Toten' Bilanz: „Als die Weimarer Republik starb, war ich ein Kind. Als das Tausendjährige Reich zugrundeging, war ich ein Jüngling. Als der DDR-Sozialismus zusammenbrach, war ich ein Mann. Wenn das Gegenwärtige sterben wird, werde ich nicht mehr sein."

Regine Möbius, ver.di Bundesbeauftragte für Kunst und Kultur und Wegbegleiterin des Schriftstellers sagt: "Werner Heiduczek war mir Freund und Kritiker, Ratgeber und Lehrer. Seine Sprachmächtigkeit, Phantasie und Lebenserfahrung schenkte uns allen ein Werk, das im deutschsprachigen Raum zu den außergewöhnlichen Leseerlebnissen gehört. Seine Romane, dramatischen Texte, Essays, Erzählungen und Kunstmärchen verweisen auf einen philosophischen Fabulierer, der für mich von beeindruckender Lebendigkeit bleiben wird, dessen Werk ich auch weiterhin mit Neugier und großer Leselust begegnen werde."

Mit der Gründung des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in den neuen Bundesländern wurde Werner Heiduczek Mitglied des Verbandes. 1995 war er Gründungsmitglied des Kulturwerkes deutscher Schriftsteller in Sachsen e.V., der Verein, auf dessen Grundlage später u.a. 10 Jahre lang das Literaturfestival „Leipziger Literarischer Herbst" organisiert werden konnte.

Wir verlieren mit Werner Heiduczek einen ganz großen deutschen Schriftsteller, ein überaus wichtiges Mitglied unseres Verbandes und einen guten Freund.

 

Steffen Birnbaum

Stiftung Literatur02.04.2019

Wir sind Ansprechpartner und Förderer politischer Literatur und ihrer Autorinnen und Autoren. Ebenso gilt unser Einsatz der Unterstützung bedürftiger Schriftstellerinnen und Schriftsteller.

Wir sind politisch unabhängig und überparteilich. Durch unsere Förderung werden keine Gesinnungsnoten verteilt, sondern vielmehr geht es uns um einen lebendigen politischen Diskurs. Diesen durch gute politische Literatur zu beleben, ist ein erwünschter Effekt unserer Arbeit. Beabsichtigt ist aber besonders auch die Förderung sprachlich und stilistisch guter Bücher, die sich von der Dutzendware der unzähligen fortlaufend geschriebenen und veröffentlichten Bücher abheben.

Hier zur Website der Stiftung Literatur

Zum Tode von Jürgen Krätzer29.03.2019

Während wir, seine Freundinnen und Freunde, auf der Buchmesse auch den Stand der Horen besuchten, lag Jürgen Krätzer, schon vom Tod gezeichnet, in seiner Matratzengruft. Am Messesamstag verstarb er. Was er uns hinterlässt muss uns Verpflichtung sein. Denn sein Vermächtnis ist in einer ganz besonderen Weise der Literatur verbunden. Nicht nur hat er zur Literatur beigetragen, nein er hat sie in spürbarer, dauerhafter Weise befördert.

Hier zum Nachruf des VS

VS wählt neuen Vorstand18.02.2019

Erneuerung des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) – Lena Falkenhagen neue Bundesvorsitzende:
Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in ver.di hat auf seiner Bundeskonferenz im Rahmen eines viertägigen Jubiläumskongresses in Aschaffenburg einen neuen Bundesvorstand gewählt. Dabei votierten die Delegierten für Lena Falkenhagen als neue VS-Bundesvorsitzende.

Hier zum neuen Vorstand

Die Kulturstiftung führt den Online-Antrag ein08.06.2018

Mit der Ausschreibung der Stipendien 2019 bietet die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen erstmals die Möglichkeit, Anträge auf Förderung online einzureichen. Über die Website www.kdfs.de/foerderung/stipendien/antrag/ ist ab sofort ein Formular aufrufbar, das die Beantragung von Stipendien deutlich vereinfacht. Hier können alle notwendigen Angaben und Informationen eingetragen werden. Der neue Online-Antrag ermöglicht es außerdem, Beschreibungen, Anschauungsmaterialien und Arbeitsproben digital und in hoher Qualität zu übermitteln. Der Versand großer Briefe oder Pakete mit der Post gehört damit der Vergangenheit an.

Deutscher Literaturfonds22.03.2018

Arbeitsstipendien für Autorinnen und Autoren
Gefördert werden:
Belletristik, Erzählung, Kinder-/Jugendliteratur (Belletristik), Lyrik, Novelle, Prosa, Kurzprosa, Roman, Theaterstück, Übersetzungen.
Voraussetzung ist die bereits erfolgte Veröffentlichung eines nicht selbst finanzierten eigenständigen literarischen Buchs in einem anerkannten deutschsprachigen Verlag. Nicht anerkannt werden Veröffentlichungen in Anthologien oder Literaturzeitschriften.
Vergabe von:
Werkstipendien für Autorinnen und Autoren zur Förderung eines literarisch hochrangigen Projekts. Sach- und Kunstbücher, Biographien und Drehbücher sind von der Förderung ausgeschlossen.
Maximale Höhe: 2.000 Euro pro Monat.
Maximale Laufzeit: 1 Jahr

Bewerbung bis 31. Mai oder 30. November

zur Website des Deutschen Literaturfonds

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